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BayWa begrenzte Auswirkung von reduzierter Erntemenge in Europa 13.07.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Oliver Schwarz, Analyst von Warburg Research, bestätigt seine Kaufempfehlung für die Aktie der BayWa AG (ISIN DE0005194062 / WKN 519406).
Der jüngsten Kursperformance von BayWa nach zu urteilen, scheinen Investoren signifikante negative Auswirkungen sowohl durch die Qualität als auch die Quantität der diesjährigen europäischen Ernte auf die Ergebnisse des Unternehmens zu antizipieren, so die Analysten von Warburg Research. Insbesondere durch die trockenen Wetterverhältnisse im Frühling werde erwartet, dass die Getreideernte in Mitteleuropa 2011 bei den Mengen durchschnittlich 8-10% unter dem Vorjahr liege. Regenwetter während der Ernte sollte sich negativ auf die Qualität des Getreides ausgewirkt haben.
In Deutschland scheinen vorwiegend die nördlichen und teilweise auch die östlichen Regionen von Ernteausfällen betroffen zu sein, so die Analysten von Warburg Research. Die für den Getreidehandel entscheidende Region befinde sich allerdings im Süden Deutschlands. Diese Region sei nur geringfügig von der Trockenheit betroffen gewesen, da der Boden dort weniger sandig sei und somit wesentlich besser Niederschlag speichern könne.
Was die Bewältigung der strukturellen Schwäche im Segment Bau betreffe, scheine BayWa momentan das Pflichtenbuch abzuarbeiten. Das Management könnte sich für eine rechtliche Trennung der Bereiche Baustoffe und Bau & Garten entscheiden, die derzeit stark miteinander verflochten seien. Damit erhielte BayWa einen größeren strategischen Handlungsspielraum, wodurch strategische Kooperationen mit Dritten ermöglicht würden. Im Bereich Bau & Garten setze das Management weiterhin auf ein Joint Venture (JV) in dem BayWa einen Minderheitsanteil übernehmen könnte. Dies würde eine deutlich reduzierte Kapitalintensität der Vermögenswerte in der BayWa-Bilanz bedeuten.
Aktuellen Gerüchten zufolge könnte BayWa am Kauf oder Bildung eines JV mit dem Heimwerkermarktbetreiber Praktiker (ISIN DE000A0F6MD5 / WKN A0F6MD) interessiert sein. Dieses Gerücht sei wenig glaubhaft, da BayWas Management von Beginn der strategischen Neuausrichtung des Segments an deutlich gemacht habe, dass Praktiker definitiv kein Partner wäre, mit dem man zusammenarbeiten wolle.
Die Kartellbehörden hätten endlich grünes Licht für eine Übernahme der österreichischen Heizölvertriebsaktivitäten von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) durch BayWa gegeben. Im Geschäftsjahr 2010 habe dieses Geschäft bei einem Umsatz von ca. EUR 300 Mio. eine operative Marge von ca. 0,5-1% erwirtschaftet (analog zu BayWas deutschem Geschäft). Die Übernahme scheine zu einem günstigen Zeitpunkt zu kommen, da das noch Anfang des Jahres durch hohe Verkaufspreise belastete Heizölgeschäft (Volumen hätten sich in Q1 2011 um ca. 20% yoy verringert) aufgrund des in den letzten Wochen reduzierten Verkaufspreises für Heizöl die ersten Anzeichen einer Erholung aufzuweisen scheine.
Hinsichtlich BayWas Sparte Erneuerbare Energien werde weiterhin das Ziel eines EBIT von EUR 26 Mio. für das Gesamtjahr ausgegeben, was eine Steigerung von 24% yoy implizieren würde (Die Analysten würden ein EBIT von EUR 30 Mio. erwarten). Akquisitionen von neuen Projekten in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere außerhalb Deutschlands, dürften sehr wahrscheinlich sein.
Die Analysten von Warburg Research haben ihre Schätzungen aufgrund der reduzierten Annahmen für den Erntehandel in 2011e verringert. Aktuell würden sie von einem Rückgang der Volumina um -5% ausgehen (bisher: -1%). Dieser Effekt sollte jedoch teilweise durch ein stärker als bisher antizipiertes Geschäft im Bereich landwirtschaftliche Betriebsmittel (+12%, alt: +10%) kompensiert werden. Die Analysten hätten zudem die positiven Effekte aus der Konsolidierung von OMVs Heizölvertrieb berücksichtigt.
Schließlich sei in ihrem Ergebnismodell auch eine Einmalbelastung von EUR 3 Mio. im Bausegment (2011e) eingeflossen, um die Kosten für die Schaffung einer neuen Rechtsform der zugrunde liegenden Geschäftsbereiche zu reflektieren.
Als Folge daraus verringern die Analysten von Warburg Research ihr aus einem DCF-Modell abgeleitetes Kursziel für die BayWa Aktien auf EUR 37 (bisher: EUR 38), bestätigen aber ihre Kaufempfehlung. (Analyse vom 13.07.2011) (13.07.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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